Teelichter aus Zitrusschalen

mein Experiment zwischen Schönheit und „Risiko“

Ich stehe in meiner Küche, die Luft riecht nach Orange, und vor mir liegen weiche, noch feuchte Schalen. Genau hier beginnt mein Experiment mit Teelichtern aus Zitrusschalen. Ich liebe es, Neues auszuprobieren, auch wenn ich nie lange bei einer Sache bleibe. Aber genau das macht meinen kreativen Prozess lebendig. Die Idee kam durch ein Pinterest Video: Japanische Künstler formen aus Zitrusschalen filigrane Gefäße. Ich war sofort fasziniert und wollte es unbedingt selbst testen.

Der kreative Prozess: Formen, Trocknen, Geduld

Ich habe die Schalen vorsichtig ausgehöhlt, dann über kleine Gläser gespannt und mit Schnur fixiert. Auf dem Heizkörper trocknen sie schön langsam.
Doch Geduld ist hier alles:

  • täglich kontrollieren
  • sanft nachformen
  • Spannungen lösen

Meine ersten Versuche sind gescheitert. Die Schalen klebten fest wie Beton. Also habe ich umgedacht:
Ich habe die Gläser mit Öl eingerieben und mit Frischhaltefolie umwickelt, so ließ sich alles sauber lösen.
Genau hier merkst du: Kreativität bedeutet auch, Fehler zu nutzen und Lösungen zu finden.

Teelichter aus Zitrusschalen gestalten

Als die Schalen hart und stabil waren, habe ich altes Wachs geschmolzen. Ich habe ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzugefügt und die Formen gefüllt. Kurz bevor das Wachs fest wurde, habe ich dekoriert u.a. mit:

  • kleine Tuja Zweige
  • getrocknete kleine Zitrusstücke
  • Gewürze wie Pfeffer oder Nelken

Die Oberfläche sah aus wie ein kleines Kunstwerk. Warm, natürlich, lebendig.

Die schöne Seite… und ihr „Risiko“

Dann kam der Moment der Wahrheit. Ein gemütlicher Abend im Garten, sanftes Licht, ruhige Stimmung. Alles perfekt. Fast… Doch mit der Zeit, ziemlich am ende als fast kein wachs übrig war, begann die Zitrusschale selbst zu brennen.
Zum Glück hatte ich die Zitrusschale auf einen feuerfesten Untersetzer (sicher ist sicher). Es ist nichts passiert aber es war ein klares Learning: Diese Teelichter sind nur für draußen geeignet und nur unter Beobachtung.

Mein Fazit für dich

Dieses Experiment zeigt dir zwei wichtige Dinge:

  • Nachhaltigkeit bedeutet ausprobieren aber auch Verantwortung
  • Nicht jedes schöne DIY ist automatisch alltagstauglich

Trotzdem lohnt sich der Prozess. Du lernst Materialien kennen, spürst ihre Grenzen und entwickelst ein besseres Gefühl für nachhaltiges Design.

Lass dich von diesem Blogartikel inspirieren

Vielleicht inspiriert dich dieses Projekt, auch in deinem Alltag genauer hinzuschauen und vermeintliche "Reste" kreativ zu nutzen. Es muss nicht immer ein DIY-Projekt mit typischen Materialien sein – manchmal sind es gerade die ungewöhnlichen Ansätze, die zu den spannendsten Ergebnissen führen.

Weitere Beiträge

Fragen? Ich freue mich darauf!

Lass mich wissen, wie ich dir weiterhelfen kann.

©2025 SE-Design – Sandra Eberl